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Portrait



Bergführer zwischen Tradition und Moderne

Der Beruf des Bergführers hat eine über 100jährige Tradition. Er ist sets im Wandel und erstreckt sich heute vom Fels- und Eisklettern bis hin zum Canyoning.

Bergsteiger um 1930
"Die Aufnahme stammt von 1930. Damals wurde noch mit Hanfseilen geklettert."
In den Anfängen waren es Naturburschen, die ihr zumeist spärliches Einkommen mit dem Führen betuchter Ausländer aufbesserten. Die ersten lokalen Führervereinigungen im Alpenraum bildeten sich um 1870. So z.B. der Bergführerverein Berchtesgaden.

Aus diesen Zusammenschlüssen kamen namhafte Führer hervor, die schon damals grenzüberschreitend ihren Beruf ausübten. Man denke an Johann Grill aus der Ramsau, nach seinem Hausnamen "Kederbacher" genannt. Ihm gelangen im Rahmen von Führungstouren bedeutende Erstbesteigungen und Erstbegehungen. Obwohl noch ohne strukturierte Ausbildung, gabe es vor allem die Ethik betreffend sehr strenge Regeln und Verordnungen, die bis heute ihre Gültigkeit haben.

Bergführer heute bedeutet, traditionsbewußt aber zukunftsorientiert.

Der Beruf des Führers ist ein reiner Dienstleistungsberuf, der fast ausschließlich, in freiberuflicher Tätigkeit für Berg- und Alpinschulen ausgeübt wird. Die meisten Führer üben diesen Beruf als Nebenerwerb oder als Zweittätigkeit aus. In Deutschland gibt es aber trotzdem ca. 70 Bergführer, die ihr Einkommen rein aus der Bergführerarbeit bestreiten. Dies ist möglich, wenn man vielseitig und flexibel ist.

Sicherlich unterscheidet sich das Berufsbild des deutschen Bergführers zu dem der Führer anderer Alpennationen. Da er Zuhause in den Heimatbergen kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten kann muß er unterwegs sein. Die Arbeit des Bergführers ist das Führen und das Ausbilden.

Im Laufe der Jahre lernt der Bergführer jeden "Winkel" im Alpenraum kennen und bringt bei Trekking- und Expeditionsreisen viele Gebiete der Welt seinen Kunden näher.

Um diesen Aufgaben gewachsen zu sein muss er neben einem großen Maß an Flexibilität auch die Bereitschaft sich stets weiterzubilden mitbringen.

Aufschlüsselung des Bereiches Führen im Alpenraum und Fernreisen

Alpenraum im Sommer und Winter

85%

Fernreisen über das Jahr verteilt 15%


Vergleich des Einsatzes Inland / Ausland

Inland 21%

Ausland 79%


Im Laufe der Zeit hat sich die Palette der Aktivitäten des Bergführers erweitert. Das Spektrum reicht von normalen Wanderungen über Sportkletterkurse bis hin zu Expeditionen zu den Bergen der Welt und vom Schneeschuhwandern über Skitouren bis zum Wasserfallklettern in extremster Form.

  • Wanderungen
  • Wanderungen mit Schwerpunkten Kultur oder Flora und Fauna
  • Klettersteigführungen 
  • Kletterführungen in verschiedenen Schwierigkeiten
  • Hochtouren in verschiedenen Schwierigkeitsbereichen
  • Führungen an gefrorenen Wasserfällen
  • Führungen durch steile Eisflanken- und Wände
  • Ski-Plus und Variantenwochen
  • Tiefschnee-Safaris
  • Skihochtouren in verschiedenen Schwierigkeitsbereichen
  • Kombinierte Tiefschnee- und Skitourenwochen
  • Spezielle Veranstaltungen für Kinder, Senioren und Neigungsgruppen
  • Einbindung "neuer" Sportarten und Aktivitäten  (z.B. Canyoning)
  • Leitung von Fernreisen weltweit, von Trekking bis zu Expeditionen auf die höchsten Berge unserer Erde


Die Bergführer arbeiten zum größten Teil in den Berg-und Alpinschulen Deutschlands in freiberuflicher Tätigkeit. Dazu kommen die Privatführungen zur Betreuung von Einzelpersonen. Hier obliegt es dem Geschick des Führers, sich im Laufe der Zeit einen Kundenstamm aufzubauen.

Ziel der Bergführerausbildung ist nun, den Anwärter auf den überaus vielfältigen und verantwortungsvollen Beruf vorzubereiten. Wenn unsere Ausbildung von dieser Warte her gesehen wird, kann man auch die hohen Eignungsvoraussetzungen und den großen Aufwand besser verstehen.

Vorraussetzungen zur Ausbildung als Berg- und Skiführer finden Sie hier!


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